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💅Shellac in der FusspflegeWas lichthärtende Materialien wirklich sind – und warum ich sie verwende?

  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Shellac ist ein Thema, das immer wieder Fragen auslöst – und ich verstehe das total.

Viele meiner Kundinnen und Kunden sind neugierig, manche unsicher, andere haben schon Aussagen gehört wie:

„Shellac ist schädlich“, „der Nagel bekommt keinen Sauerstoff mehr“ oder „Nagellack ist doch viel besser“.


Genau deshalb schreibe ich diesen Beitrag:

nicht um zu überzeugen, sondern um ehrlich, verständlich und ohne Fachchinesisch zu erklären, was Shellac eigentlich ist, warum ich damit arbeite und worauf es wirklich ankommt.



Was ist Shellac eigentlich?


Shellac ist ein lichthärtendes Material, das auf den Nagel aufgetragen und anschliessend unter einer Lampe (UV oder LED) ausgehärtet wird.

Durch diese Lichthärtung wird das Material sofort stabil und belastbar.


Wichtig zu wissen:

Shellac ist – genau wie klassischer Nagellack – ein Kunststoff, der auf dem Nagel liegt.


Der Unterschied liegt also nicht darin, dass das eine „gut“ und das andere „schlecht“ ist, sondern wie das Material verarbeitet wird, wie haltbar es ist und wie man damit umgeht.



Warum ich keinen klassischen Nagellack nutze


Ich habe früher auch mit normalem Nagellack gearbeitet – und ganz ehrlich: Er hat mich nie überzeugt.


Typische Probleme bei klassischem Nagellack:

  • lange Trocknungszeit

  • Verschmieren, wenn man zu früh Socken anzieht

  • Bläschen bei zu dickem Auftrag

  • schnelle Abnutzung oder Absplittern

  • wenig Alltagstauglichkeit


Für mich war klar:

Wenn jemand zu mir in die Fusspflege kommt, dann soll das Ergebnis nicht nur am Behandlungstag schön sein, sondern auch Wochen später noch.



Warum Shellac für mich so viele Vorteile hat


Shellac ist für mich nicht einfach „Farbe“.

Er ist eine Kombination aus Ästhetik, Haltbarkeit und Alltagstauglichkeit.


Die Vorteile aus der Praxis:

  • sofort fest nach dem Aushärten

  • kein Verschmieren, kein Warten

  • sehr gute Haltbarkeit (meist 6–8 Wochen, manchmal länger)

  • belastbar im Alltag, in der Sauna, im Schwimmbad oder in den Ferien

  • extrem sauberer und präziser Auftrag möglich


Gerade der saubere Auftrag ist mir wichtig:

Ich kann den Shellac so lange korrigieren, bis er wirklich exakt sitzt – erst dann wird er ausgehärtet.


Viele Kundinnen und Kunden sagen nach dem ersten Mal:

„Jetzt verstehe ich, warum du das so machst.“



Der Punkt, den man wissen muss


Shellac lässt sich nicht einfach mit Nagellackentferner entfernen.

Das ist für manche ein Nachteil – für mich gehört es zum System.


Shellac wird:

  • abgefeilt

  • oder kontrolliert herausgewachsen gelassen


Lösungsmittel wie Aceton empfehle ich nicht als Standard.

Wer Shellac trägt, sollte bereit sein, entweder wieder zur Fusspflege zu kommen oder den Shellac fachgerecht entfernen zu lassen.


Ist Shellac schädlicher als Nagellack?


Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube.


Klassischer Nagellack:

  • härtet durch Verdunstung

  • setzt dabei Dämpfe frei

  • wird meist mit Aceton entfernt


Shellac:

  • härtet durch Licht

  • verdunstet nicht

  • wird mechanisch entfernt


Beides sind Kunststoffprodukte.

Keines davon ist „gesund“ – aber Shellac ist nicht automatisch schädlicher als Nagellack.


Müssen Nägel atmen?


Nein.

Nägel haben keine Lunge.


Der Nagel wird von unten genährt – über die Nagelmatrix und das Nagelbett.

Nicht von oben durch Luft.


Was stimmt:

Wenn ein Nagel mit Material bedeckt ist, bleibt das Keratin weicher.

Nach dem Entfernen braucht der Nagel etwa 24 Stunden, um wieder vollständig auszuhärten.


Das ist normal.


Muss man Pausen machen?


Pausen sind kein Muss, können sich aber gut anfühlen.


Wichtig ist:

  • der Nagel wächst nach

  • er regeneriert sich von selbst

  • entscheidend ist die Versorgung von innen (Nährstoffe, Durchblutung, Pflege)


Wer eine Pause möchte, darf das jederzeit.

Wer keine möchte, auch.


Pflege bleibt wichtig – auch mit Shellac


Ein häufiger Fehler:

„Die Nägel sehen ja schön aus, also muss ich nichts mehr machen.“


Doch genau dann ist Pflege besonders wichtig:

  • Nagelöl

  • Füsse regelmässig eincremen

  • Nagelhaut pflegen

  • auf Hygiene achten


Shellac ersetzt keine Fussgesundheit – er ist nur ein Teil davon.


Warum Fachfusspflege und Ästhetik für mich zusammengehören


Ich arbeite nicht einfach ästhetisch.

Ich arbeite fachlich.


Das heisst:

  • Nägel werden regelmässig kontrolliert

  • Veränderungen früh erkannt

  • bei Auffälligkeiten wird informiert und weiterverwiesen


Überdecken ohne Hinsehen kommt für mich nicht infrage.


Mein Fazit


Shellac ist für mich eine zuverlässige, saubere und alltagstaugliche Lösung für gepflegte Füsse.

Nicht perfekt.

Nicht „gesund“.

Aber ehrlich, stabil und praktikabel.


Entscheidend ist:

  • fachgerechte Anwendung

  • bewusster Umgang

  • regelmässige Kontrolle

  • und gute Pflege zu Hause


Genau so setze ich Shellac in meinem Studio ein.



 
 
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